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Sicherheitstipps

Die allermeisten Anbieter sind seriös. Betrugsversuche gibt es trotzdem – und sie folgen fast immer demselben Muster. Wer es einmal kennt, erkennt es in Sekunden.

Die eine Regel, die fast alles verhindert

Zahle nie Geld, bevor du die Wohnung von innen gesehen und einen Mietvertrag unterschrieben hast. Kein seriöser Anbieter in der Schweiz verlangt vorher eine Zahlung – weder Kaution noch „Reservationsgebühr", „Schlüsselgebühr" oder eine Vorauszahlung „zur Bonitätsprüfung".

Typische Betrugsmuster

  • Der Anbieter ist angeblich im Ausland und kann die Wohnung nicht zeigen; die Schlüssel sollen per Kurier oder Treuhänder kommen.
  • Das Geld soll per Bargeld-Transferdienst, Krypto, Geschenkkarten oder auf ein ausländisches Konto fliessen.
  • Der Preis liegt deutlich unter allem Vergleichbaren in der Gegend – die Wohnung wirkt zu gut, um wahr zu sein.
  • Es wird Zeitdruck aufgebaut: „Es gibt zwanzig Interessenten, wer zuerst überweist, bekommt sie."
  • Die Kommunikation wechselt sofort auf einen Messenger, und die Antworten wirken wie aus einer Vorlage oder schlecht übersetzt.
  • Vor jeder Besichtigung sollen Ausweiskopie, Betreibungsauszug und Lohnabrechnungen geliefert werden.
  • Der Text des Inserats findet sich wortgleich auf einem anderen Portal – aber mit einem anderen Anbieter und einer anderen Nummer.

Was bei uns hilft

Weil wir dasselbe Objekt über mehrere Portale hinweg bündeln, siehst du unter „auch gefunden auf …" auf einen Blick, wer es sonst noch anbietet. Taucht dieselbe Wohnung mit zwei verschiedenen Kontakten oder stark abweichenden Preisen auf, ist das ein deutliches Warnsignal. Prüfe im Zweifel auch, ob es die Verwaltung wirklich gibt – Firmenname, Adresse und Website stehen auf dem Inserat.

Kaution: so läuft es in der Schweiz korrekt

Bei Wohnräumen darf die Kaution höchstens drei Monatszinse betragen. Sie gehört auf ein Mietkautionskonto, das auf deinen Namen bei einer Bank läuft – nicht auf das Privatkonto des Vermieters und schon gar nicht auf ein Konto im Ausland. Wer etwas anderes vorschlägt, ist entweder ahnungslos oder unehrlich.

Deine Unterlagen schützen

Ausweiskopie, Betreibungsauszug und Lohnabrechnungen sind bei einer Bewerbung in der Schweiz üblich – aber erst, wenn beidseitiges Interesse besteht, also frühestens nach der Besichtigung. Schwärze auf Kopien, was niemand braucht, und verschicke Dokumente nicht über Messenger-Dienste. Eine Ausweiskopie in falschen Händen ist die Grundlage für Identitätsmissbrauch.

Bei der Besichtigung

  • Lass dir zeigen, wer die Person ist: Ausweis, Visitenkarte, Verwaltungsmandat.
  • Frage nach den Nebenkosten und danach, was darin enthalten ist – das erklärt viele „günstige" Angebote.
  • Prüfe, ob Zustand, Fläche und Grundriss zu den Fotos passen; auffällig alte oder geschönte Bilder sind ein Thema, das man ansprechen darf.
  • Lass dir den Mietvertrag vor der Unterschrift aushändigen und in Ruhe lesen. Seriöse Anbieter haben damit kein Problem.

Verdacht? So meldest du es

Nutze „Inserat melden" direkt auf der Inseratseite oder schreib uns über das Kontaktformular. Wir prüfen jeden Hinweis, blenden betroffene Inserate während der Prüfung aus und informieren nötigenfalls die Quelle. Je genauer dein Hinweis, desto schneller geht es.

Wenn schon Geld geflossen ist

Kontaktiere sofort deine Bank und lass die Zahlung stoppen oder zurückrufen – bei Überweisungen zählt jede Stunde. Erstatte anschliessend Anzeige bei deiner Kantonspolizei; Online-Betrug lässt sich zusätzlich beim Bundesamt für Cybersicherheit melden. Sichere alles, was du hast: Inserat, Chatverlauf, E-Mails, Zahlungsbeleg. Und melde uns den Fall, damit wir das Inserat und die Quelle prüfen können.

Noch Fragen?

Wir helfen gern weiter – schreib uns.

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